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Die Glocken läuten am Sonntag um 11 Uhr und laden ein.

Wie an jedem Sonntag läuten die Glocken unserer Kirchen und laden ein zum Gottesdienst, und vielen wird er fehlen, der gewohnte Gottesdienstbesuch. Andere verspüren vielleicht gerade in dieser Zeit den Wunsch, Gemeinschaft und Gebet zu suchen, doch es ist ihnen verwehrt.

Die Glocken werden wie immer am Sonntag läuten, und sie laden uns ein, in ökumenischer Verbundenheit, Zuhause allein oder im Kreis der Familie unsere Sorgen und Verunsicherungen vor Gott zu bringen. Wer mag, schließt sich den Worten von Stefan Heinemann an oder spricht das Vaterunser.

Bleiben Sie und Ihre LIeben alle Gott befohlen. Pastor Uwe Hill

Gemeinsam mit vielen aus der Nachbarschaft und aus meinem Dorf sitzen wir, jede in ihrem Haus, unter Gottes Schutz, vielleicht bei einer brennenden Kerze und beten in der Gewissheit: Gott Vater ist da, Gottes Sohn ist ganz nah, die heilige Geistkraft mitten unter uns.


Jesus,
unser Gott und Heiland,
in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt
kommen wir zu Dir und bitten Dich:
* für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;
* für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;
* für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken
kümmern;
* für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und weltweit,
die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;
* für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;
* für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;
* für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;
* für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren.
Herr, steh uns bei mit Deiner Macht,
hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen.
Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander.
Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen.
Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben.
Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind,
um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren,
so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind.
Wir stehen in der Fastenzeit.
In diesem Jahr werden uns Verzichte auferlegt,
die wir uns nicht freiwillig vorgenommen haben und
die unsere Lebensgewohnheiten schmerzlich unterbrechen.
Gott, unser Herr, wir bitten Dich:
Gib, dass auch diese Fastenzeit uns die Gnade schenkt,
unseren Glauben zu vertiefen
und unser christliches Zeugnis zu erneuern,
indem wir die Widrigkeiten und Herausforderungen, die uns begegnen, annehmen
und uns mit allen Menschen verstehen als Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel.
Sei gepriesen in Ewigkeit. Amen.

Es können ein Vater unser und/oder ein Gegrüßet seist du, Maria angefügt werden.

Dieses Gebet schrieb Bischof Dr. Stephan Ackermann, Bistum Trier