Gründonnerstag 2020

Lukasevangelium 22, 7-23, gelesen von Rufus Beck: Das Abendmahl

Kyrie

gesprochen von Astrid Farwick

Herr, dieser Tage vermissen wir so vieles: den Besuch unserer Verwandten, Shoppen im Einkaufszentrum, ein gutes Essen beim Italiener, das Feiern mit Freunden, die Umarmung beim Trösten … Uns wird bewusst ,wie viel uns auch der körperliche Kontakt bedeutet, dass zwei Meter Abstand grausam sein kann, was uns wirklich wichtig ist … Ja, wir vermissen auch die Gemeinschaft in unserer Gemeinde, den Gottesdienst am Sonntag, das Feiern des Abendmahls als Versammelte der Glaubenden um deinen Altar … Gerade heute, an dem wir deines letzten Mahls gedenken, wird uns auch das schmerzlich bewusst. So bitten wir dich,dass wir trotz allen Verzichts zu spüren bekommen,dass du mitten unter uns bist. Herr, erbarme dich …

gesprochen von Astrid Farwick

Herr, wo zwei oder drei in deinem Namen versammelt sind, da bist du unter ihnen. Doch was, wenn wir alleine sind? Auch dann bist du mit uns, denn niemand und keine Macht der Weltkann uns von dir trennen, eine Kontaktsperre gibt es bei dir nicht. So bitten wir dich, dass wir nicht die Geduld und auch nicht den Mut verlieren, uns den Herausforderungen dieser Zeit zu stellen und die Gewissheit bewahren, dass auch diese Krise ein Ende haben wird und wir zu der Gemeinschaft zurückfinden, die du uns anvertraut hast.

Das bitten wir im Namen Jesu Christi, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

gesprochen von Astrid Farwick

Herr, lass uns spüren, dass wir nicht alleine sind.

Über Kontaktsperren und Distanzgeboten hinweg stiftest du Gemeinschaft, die uns gerade in dieser schweren Zeit miteinander verbinden kann. Deshalb denken wir in diesem Moment besonders an alle, die sich einsam und verlassen fühlen, denen die Decke auf den Kopf fallen scheint, die es zu Hause nicht aushalten, doch ihre Wohnung nicht verlassen dürfen … Wir denken an die vielen, die unter der besonderen Situation noch mehr leiden als sonst: an die Kinder, die häuslicher Gewalt ausgeliefert sind, an die Frauen, die von ihren Männern geschlagen werden, an die Obdach- und Heimatlosen, die nicht zu Hause bleiben können, weil sie kein Zuhause haben …

Wir denken an all jene, die schwere Entscheidungen zu treffen haben: an die Politiker und Fachleute, an die Ärzte und Pflegekräfte, an Polizisten und Ordnungshüter …

Wir denken an alle, die du zu deiner Kirche zählst und einander vermissen … Sei du bei uns allen, stärke unsere Zuversicht, mach uns Mut zu Leben und schenke uns deine Gemeinschaft! Amen

Palmsonntag

Worte aus dem Lukasevangelium: Jesu Einzug in Jerusalem
28 Und als er das gesagt hatte, ging er voran und zog hinauf nach Jerusalem. 29 Und es begab sich, als er nahe von Betfage und Betanien an den Berg kam, der Ölberg heißt, da sandte er zwei Jünger 30 und sprach: Geht hin in das Dorf, das gegenüberliegt. Und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und bringt’s her! 31 Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr es los?, dann sagt so: Der Herr bedarf seiner. 32 Und die er gesandt hatte, gingen hin und fanden’s, wie er ihnen gesagt hatte. 33 Als sie aber das Füllen losbanden, sprachen seine Herren zu ihnen: Warum bindet ihr das Füllen los? 34 Sie aber sprachen: Der Herr bedarf seiner. 35 Und sie brachten’s zu Jesus und warfen ihre Kleider auf das Füllen und setzten Jesus darauf. 36 Als er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg. 37 Und als er schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten, 38 und sprachen: Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe! 39 Und einige von den Pharisäern in der Menge sprachen zu ihm: Meister, weise doch deine Jünger zurecht! 40 Er antwortete und sprach: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.

Rufus Beck liest: Jesu Einzug in Jerusalem, Lukas,19, 28-40; Quelle: Deutsche Bibelgesellschaft

Eine Bitte: Herr,
wir brauchen Geduld.
Noch zwei Wochen,
dann sehen wir weiter.
Doch bis dahin sind es noch 14 Tage,
Zeit, die hinter uns liegt,
Zeit, die vor uns liegt,
Zeit, die wir füllen wollen,
obwohl wir uns im Alltag nur eingeschränkt bewegen dürfen.

Es ist nicht einfach,
das auszuhalten.
Finanziell haben viele Probleme,
aber auch im menschlichen Miteinander spüren wir,
wie die Ausgangsbeschränkung an unseren Nerven nagt.

Umso mehr brauchen wir deine Zuwendung!
Hilf uns,
diese Herausforderung gemeinsam zu bestehen. Herr, erbarme dich …

Gelesen von Astrid Farwick

DankKollektengebet

Herr,
an dieser Stelle wollen wir danken.
All den Menschen,
die sich um das Wohl anderer kümmern.
All denen, die Verantwortung tragen
und ihre Macht nicht missbrauchen.
All denen, die kreativ mit der Situation umgehen
und uns so die Zeit verkürzen.

Doch vor allem danken wir dir!
Denn ohne dein Wort,
ohne deine Barmherzigkeit,
ohne deinen Segen
würde uns etwas lebenswichtiges fehlen.

So bitten wir dich:
Bleibe bei uns …
am Tag …
in der Nacht …
für immer und ewig.

Gelesen von Astrid Farwick

Fürbitten

Herr, wir bitten dich: Hilf all jenen,
die von dieser Krise bedroht sind:
den Kranken,
die um ihr Leben fürchten müssen …
den Trauernden,
die einen lieben Menschen verloren haben …
den Obdach- und Heimatlosen,
die jetzt in Vergessenheit zu geraten drohen …
den Schwestern und Ärzten,
die über ihre Grenzen gehen …
denen, die noch arbeiten gehen
und einfach ihren Job machen …
denen, die sich liebevoll um Nachbarn kümmern
und dabei eigene Bedürfnisse zurückstellen …
den Politikern und Wissenschaftlern,
die so wichtige Entscheidungen treffen müssen …
deiner Kirche,
die Wege zu den Menschen sucht,
ohne sie zu gefährden. Hilf uns, Herr, und führe uns gemeinsam durch diese Krise hindurch. Vater unser, der du bist im Himmel…

Gelesen von Astrid Farwick

Neues aus der Lukasbücherei

Hallo Kinder, hallo Eltern!
Die Lukas-Bücherei hat sich überlegt, dass ihr uns ein Bild zum Thema „Der aufregende Sommer der Igelkinder Mona und Theo“ malt und kurz auf der Rückseite erklärt, was sie alles Spannendes erleben.
In der nächsten Vorlesestunde wollen wir Euch mit diesen Bildern eine aufregende Geschichte erzählen.
Die Bilder könnt ihr entweder bei Pastor Hill, Brinkstraße 14 in den Postkasten werfen oder sobald die Lukas-Bücherei wieder geöffnet hat, direkt dort abgeben.
Liebe Grüße von eurer Bücherei

Neues aus der Lukasbücherei

Die Lukas-Bücherei möchte Ihnen trotz Schließung die Möglichkeit geben,  Bücher und andere Medien auszuleihen. 

Bitte teilen Sie uns Ihren Namen und Ihre Medienwünsche unter  05951 994 689 oder per Whatsapp unter 015156043379 mit. 

Wir teilen Ihnen dann einen genauen Abholtermin mit. 

Die Medien werden zum vereinbarten Termin im Eingangsbereich der Bücherei für Sie bereit gelegt.

Sie finden uns im playstore unter bibkat oder  bei google unter dem Suchbegriff „Lukas Bücherei Werlte“ BVS/eOPAC.

Liebe Grüße

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lukas-Bücherei“

Die Glocken läuten am Sonntag um 11 Uhr und laden ein.

Wie an jedem Sonntag läuten die Glocken unserer Kirchen und laden ein zum Gottesdienst, und vielen wird er fehlen, der gewohnte Gottesdienstbesuch. Andere verspüren vielleicht gerade in dieser Zeit den Wunsch, Gemeinschaft und Gebet zu suchen, doch es ist ihnen verwehrt.

Die Glocken werden wie immer am Sonntag läuten, und sie laden uns ein, in ökumenischer Verbundenheit, Zuhause allein oder im Kreis der Familie unsere Sorgen und Verunsicherungen vor Gott zu bringen. Wer mag, schließt sich den Worten von Stefan Heinemann an oder spricht das Vaterunser.

Bleiben Sie und Ihre LIeben alle Gott befohlen. Pastor Uwe Hill

Gemeinsam mit vielen aus der Nachbarschaft und aus meinem Dorf sitzen wir, jede in ihrem Haus, unter Gottes Schutz, vielleicht bei einer brennenden Kerze und beten in der Gewissheit: Gott Vater ist da, Gottes Sohn ist ganz nah, die heilige Geistkraft mitten unter uns.


Jesus,
unser Gott und Heiland,
in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt
kommen wir zu Dir und bitten Dich:
* für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;
* für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;
* für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken
kümmern;
* für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und weltweit,
die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;
* für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;
* für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;
* für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;
* für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren.
Herr, steh uns bei mit Deiner Macht,
hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen.
Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander.
Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen.
Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben.
Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind,
um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren,
so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind.
Wir stehen in der Fastenzeit.
In diesem Jahr werden uns Verzichte auferlegt,
die wir uns nicht freiwillig vorgenommen haben und
die unsere Lebensgewohnheiten schmerzlich unterbrechen.
Gott, unser Herr, wir bitten Dich:
Gib, dass auch diese Fastenzeit uns die Gnade schenkt,
unseren Glauben zu vertiefen
und unser christliches Zeugnis zu erneuern,
indem wir die Widrigkeiten und Herausforderungen, die uns begegnen, annehmen
und uns mit allen Menschen verstehen als Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel.
Sei gepriesen in Ewigkeit. Amen.

Es können ein Vater unser und/oder ein Gegrüßet seist du, Maria angefügt werden.

Dieses Gebet schrieb Bischof Dr. Stephan Ackermann, Bistum Trier


Vergiss mein nicht.

Viele hüten ihr Haus und kommen nicht raus. Entweder weil sie erkrankt sind, oder weil sie zu einer gefährdeten Gruppe gehören.

Wir wollen zeigen, wir vergessen dich nicht.

Schreibe eine Karte mit einem Gruß, einem Bild und einer kleinen Aufmunterung und werfe diese bei den Nachbarn ein, von denen ihr vermutet, dass es ihnen gut tut.

Verbreitet diese Idee!

Vielleicht braucht der andere ja tatsächlich Hilfe, z.B. beim Einkauf. Wenn du deinen Namen und deine Telefonnummer angibst, kann der andere dich erreichen und mit dir reden. Und vielleicht ist es ja möglich, dass er dir eine Einkaufsliste und einen Geldbetrag mitgibt. Dann stelle die Einkauftasche mit Restgeld und Quittung einfach vor der Tür ab.

Du hast bestimmt noch viele tolle Ideen, die wir füreinander tun können! Bitte beachten: Direkten Kontakt vermeiden! Deine Sicherheit geht vor! Nach dieser verrückten Zeit sehen wir uns wieder und feiern ein großes Fest! Ich bin gespannt auf eure Geschichten! Herzliche Grüße! Eure Astrid

       Schreibe mir gern eine Email mit deinen Erfahrungen, auf unserer Website kann ich sie veröffentlichen!

Corona-Gefahr

Liebe Gemeindeglieder, hiermit möchten wir Ihnen mitteilen, dass der Kirchenvorstand beschlossen hat, sämtliche Veranstaltungen und alle Gottesdienste in unseren Häusern und Kirchen bis auf Weiteres ausfallen zu lassen. Aus Sorge um Ihre und unsere Gesundheit bitten wir um Ihr Verständnis und Ihre Fürbitte. Wenn Sie Fragen oder Sorgen haben, melden Sie sich gerne telefonisch bei uns. Wir werden Ihnen mit Rat und Tat beiseite stehen. Für die kommenden Tage und Wochen wünschen wir Ihnen und Ihren Familien Gottes schützendes Geleit.

Gott befohlen. Ihr Pastor Uwe Hill

Lutherischer Kirchenkreis gibt Maßnahmen für den Umgang mit der Corona Gefahr bekannt


Emsland/Grafschaft. Der Ev.-lutherische Kirchenkreis Emsland-Bentheim schließt sich in Absprache mit Regionalbischof Dr. Detlef Klahr grundsätzlich dringenden Empfehlungen der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers und des Bistums Osnabrück an, die den Umgang mit der Corona Gefahr regeln. Wie Superintendent Bernd Brauer in Meppen bekannt gibt, wird grundsätzlich abgeraten, ab sofort Gottesdienste und Veranstaltungen zunächst bis einschließlich 19. April 2020 (Sonntag nach Ostern) durchzuführen. Auch die Kirche steht angesichts dieser besonderen Situation vor großen Herausforderungen, die mutige Schritte erfordern. Bei allen Erwägungen wird dabei der Gesundheit der möglichen Risikogruppen Vorrang eingeräumt. Die letzte Entscheidung darüber liegt in der Abstimmung von Pfarramt und Kirchenvorstand in den einzelnen Gemeinden. Die Landeskirche hat zur näheren Durchführung auf Ihrer Homepage (www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/nachrichten) weitere Hinweise eingestellt. Darüber hinaus sind alle Kirchenkreisfreizeiten bis zum Sommer abgesagt. Das betrifft auch die Ski-Freizeit in der Schweiz und den Jugendgruppenleitergrundkurs auf Hallig Hooge in den Osterferien sowie den Besuch der Partnerschaftsdelegation aus Kondoa. Die Teilnehmer werden alle benachrichtigt. Die Kirchenkreisleitung empfiehlt, auf die klassischen Abschlussfreizeiten vor der Konfirmation zu verzichten. In den Gemeinden sollen keine großen Veranstaltungen stattfinden und keine Konzerte. Auch Chorproben sollen abgesagt werden. Nur notwendige Treffen sollen in den Gemeinden und auf Kirchenkreisebene stattfinden. Wichtig ist dem Superintendenten, dass in den 27 Kirchengemeinden keine Konfirmationen ausfallen oder abgesagt werden, sondern in Absprache mit den Eltern eine Lösung angestrebt wird. So können Konfirmationen entweder ohne Abendmahl oder gesondert nur mit Eltern und Paten gefeiert werden. Auch können große Konfirmationsjahrgänge auf mehrere Gottesdienste aufgeteilt werden. Den Gemeinden, die bereits in den nächsten Wochen Konfirmationen geplant haben, rät Brauer eine Verschiebung auf Himmelfahrt, Pfingsten oder ggf. auf den Sommer mit den Eltern abzustimmen.
(Da unter den gegebenen Umständen auf einzelne Gemeinden oder den Kirchenkreis Stornierungskosten für abgesagte Freizeiten zukommen können, hat der Kirchenkreisvorstand im Nachtragshaushalt vorsorglich Mittel einstellen lassen.)
Die Kirchenkreisleitung geht aber zum derzeitigen Zeitpunkt davon aus, dass die Sommerfreizeiten stattfinden können.