Monatsspruch für Februar 2021

„Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind!“ (Lk 10,20b)

So hat die Einheitsübersetzung diesen Vers aus der sogenannten Aussendungsrede Jesu an die 72 Jünger*innen übersetzt.

Ist ja klar, dass das ein Grund zur Freude ist. Wie tröstlich, wenn man gewiss sein kann, dass der eigene Name bei Gott, in seinem „Buch des Lebens“, festgeschrieben steht. Das ist schön.

Nachdenklicher macht mich aber die erste Hälfte dieses Verses: „Doch freut euch nicht darüber, dass euch die Geister gehorchen, sondern …“ (20a)

Vorher wird die freudige Rückkehr der 72 Ausgesandten aus den Städten und Dörfern geschildert, in die Jesus sie geschickt hatte. „Die Zweiundsiebzig kehrten zurück und sagten voller Freude: Herr, sogar die Dämonen sind uns in deinem Namen untertan.“ (17) Doch darum geht es Jesus nicht. Der kindlichen Freude der Jünger*innen über ihre neuerworbene und -erprobte Macht begegnet er mit einer vollmundigen Ansage: „Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.“ (18) und weiter: „Siehe, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und über die ganze Macht des Feindes. Nichts wird euch schaden können.“ (19)

Wow, Satan ist gestürzt, erledigt, aus dem Himmel gefallen! Und Jesus setzt noch einen drauf: „Nichts wird euch schaden können …, ich habe euch Vollmacht gegeben …“. Sie sind quasi Superjünger*innen, die sogar berfuß auf Schlangen und Skorpione treten können ohne Schaden zu nehmen. Das ist doch großartig – oder nicht?

„Doch freut euch nicht darüber, dass euch die Geister gehorchen, sondern freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind!“ Viel wichtiger als die tollen Taten der Jüngerinnen und Jünger ist Jesus, dass ihre Namen im Himmel verzeichnet sind, sie zu Gott gehören, sie seine Kinder sind und auf ihnen Gottes Verheißungen ruhen, sie Teil seines Reiches sind. Das reicht völlig. ‚Rühmt euch nicht eurer tollen Fähigkeiten, sondern schaut auf das Wesentliche.‘

Ich verstehe das so: ‚Du musst kein Superchrist sein. Es ist schön, wenn du Gaben hast und sie zum Wohle der Menschen und eurer Welt einsetzt – das ist gut. Aber es reicht, wenn dein Name im Himmel verzeichnet ist – und das hat Jesus dir zugesagt. Du bist Gottes Kind. Also entspann dich und atme mal tief durch, was soll schon passieren und dann, dann „freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind!“‘

Ja, dann mal los …

Bleibt/Bleiben Sie gesund und Gott befohlen.

Quelle: Evangelisches Studienwerk Villigst

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