Lutherischer Kirchenkreis gibt Maßnahmen für den Umgang mit der Corona Gefahr bekannt


Emsland/Grafschaft. Der Ev.-lutherische Kirchenkreis Emsland-Bentheim schließt sich in Absprache mit Regionalbischof Dr. Detlef Klahr grundsätzlich dringenden Empfehlungen der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers und des Bistums Osnabrück an, die den Umgang mit der Corona Gefahr regeln. Wie Superintendent Bernd Brauer in Meppen bekannt gibt, wird grundsätzlich abgeraten, ab sofort Gottesdienste und Veranstaltungen zunächst bis einschließlich 19. April 2020 (Sonntag nach Ostern) durchzuführen. Auch die Kirche steht angesichts dieser besonderen Situation vor großen Herausforderungen, die mutige Schritte erfordern. Bei allen Erwägungen wird dabei der Gesundheit der möglichen Risikogruppen Vorrang eingeräumt. Die letzte Entscheidung darüber liegt in der Abstimmung von Pfarramt und Kirchenvorstand in den einzelnen Gemeinden. Die Landeskirche hat zur näheren Durchführung auf Ihrer Homepage (www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/nachrichten) weitere Hinweise eingestellt. Darüber hinaus sind alle Kirchenkreisfreizeiten bis zum Sommer abgesagt. Das betrifft auch die Ski-Freizeit in der Schweiz und den Jugendgruppenleitergrundkurs auf Hallig Hooge in den Osterferien sowie den Besuch der Partnerschaftsdelegation aus Kondoa. Die Teilnehmer werden alle benachrichtigt. Die Kirchenkreisleitung empfiehlt, auf die klassischen Abschlussfreizeiten vor der Konfirmation zu verzichten. In den Gemeinden sollen keine großen Veranstaltungen stattfinden und keine Konzerte. Auch Chorproben sollen abgesagt werden. Nur notwendige Treffen sollen in den Gemeinden und auf Kirchenkreisebene stattfinden. Wichtig ist dem Superintendenten, dass in den 27 Kirchengemeinden keine Konfirmationen ausfallen oder abgesagt werden, sondern in Absprache mit den Eltern eine Lösung angestrebt wird. So können Konfirmationen entweder ohne Abendmahl oder gesondert nur mit Eltern und Paten gefeiert werden. Auch können große Konfirmationsjahrgänge auf mehrere Gottesdienste aufgeteilt werden. Den Gemeinden, die bereits in den nächsten Wochen Konfirmationen geplant haben, rät Brauer eine Verschiebung auf Himmelfahrt, Pfingsten oder ggf. auf den Sommer mit den Eltern abzustimmen.
(Da unter den gegebenen Umständen auf einzelne Gemeinden oder den Kirchenkreis Stornierungskosten für abgesagte Freizeiten zukommen können, hat der Kirchenkreisvorstand im Nachtragshaushalt vorsorglich Mittel einstellen lassen.)
Die Kirchenkreisleitung geht aber zum derzeitigen Zeitpunkt davon aus, dass die Sommerfreizeiten stattfinden können.

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